Pfeiffer — From Germany to America

1798
Vater wurde geboren
12 Marz 1798 und starb
6 Januar 1860
Von erstes ehe waren
4 kinder
Cris geboren um 26 Dezember 1819
Georg geboren um 30 September 1822
Katharina geboren 12 Juni 1828
Louisa geboren 15 Julz 1830
Meine mutter geboren 3 October 1816
Maria geboren 17 September 1845 (Mrs Conrad Althen)
Elisa geboren 23 Februar 1847 (Mrs Henry Ferber)
Kath Elisabeth geboren 7 Januar 1849 (Mrs C Schneider)
Peter geboren 7 Januar 1849
Heinrich geboren 17 April 1851
Vater starb 6 Januar 1860
Mutter starb 1871
Maria ”
Elisa ”
Kath Elisabeth ”
Peter ”

Da ich die Jahreszahlen nicht bekommen habe, seitdem ich hier bin, so muss ich nach Deutschland schreiben, um die Jahreszahlen zu bekommen. Von meinen Geschwistern aus der (Ersten) Ehe kann ich nicht viel sagen, da ich der Jüngste in der Familie bin, und ich sie wenig kannte. Auch, da ich nach meinen Schultagen bald von zuhause weg bin, um das Geschäft zu Lernen in Dillenburg.


1868
Meine Reise nach Amerika begann am 16. September. Ich nahm in Wetzlar den Zug un am 19. war ich in Bremerhaven und nahm dort das amerikanische Schiff — es hieß “Northern Light” — es war ein hölzernes Schiff und ein Schiff mit zwei Rädern — eines an jeder Seite — angetrieben mit großen bewegbaren Bogen, welche die Seitenräder antrieb.

In den ersten Tagen ging alles lustig zu. Auch wurde viel getanzt, solange es noch schön war. Später bekamen wir schlechtes Wetter. Am 28. 29. und 30. September hatten wir Sturm. Am 29. nachts war es sehr schlimm, so dass ein Mann in seinem Bett umkam, da vom Sturm irgendetwas zerbrochen wurde. Am folgenden Tage wurde er in Segeltuch genäht, und nachdem ein Pfarrer eine kleine Leichenpredigt gemacht hatte, wurde er in die See fallen gelassen, wo die Leiche sobald verschwand. Die übrigen Tage waren alle sehr schlecht. Am 3. Oktober fuhren wir an Neufundland vorbei, wo das Wetter sehr schön war.

Der 4. Oktober war der vierte Sonntag auf See und weg von zuhause. Das Essen war nicht gut; gewöhnlich gab es Matzen. Brot bekamen wir nicht, und was mir die Mutter mitgegeben hatte war alle. Mittags gab es Erbsen oder Bohnen, Kartoffel oder Reis, es war meistens nicht zu essen. Kaffee und Tee gab es immer Schwarz, und kaum möglich zu trinken.


Am 8. Oktober fuhren wir abends in den Hafen von New York ein und wir blieben bis zum 9. Oktober, wo wir dann aur einem Schiff nach Kastel Garten begracht wurden. Wir lagen außerhalb dem Hell Gate und wurden am 9. auf einem flachen Schiff, wie Tiere, nach Kastel Garten gebracht.

Dann habe ich mir etwas zu Essen gekauft, mit Kaffee, und dann ging es durch die Stadt zum Bahnhof.

Erst über das Wasser und dann am 9. Oktober um 8 Uhr nahm ich den Zug — genannt “Bummelzug.” Bis nach Fort Wayne dauerte es 3 Tage und Nächte. Am 12. Oktober war ich nachts in der Stadt Toledo Ohio wo ich Kaffee und etwas zu essen bekommen habe, wofür ich 25 Cent bezahlt habe; um Mitternacht am 12.; fuhren dann Mittags fort. Die Reise ging durch Wald und Land, nichts sah schön aus mit all den ?Stumpen? im Land. Als wir durch die großen Städten fuhren, da haben wir große Ansammlungen von Menschen gesehen und gehört, wie sie “Grant und Colfax” schrien, denn sie liefen für die Präsidentschaftwahlen.

Am 12. Oktober kam ich hier in Fort Wayne an und als ich nach der Bahnfahrt auf die erste Straße kam, sah ich einen Wagen im Dreck stecken. Die Leute gingen ins Feld und holten Holzstücke und hoben den Wagen heraus. Ich ging dann die Straße hinunter bis zur Stadthalle.

Ich fragte viele Leute, aber die Antwort war: “nichts verstehen.” Es war beinahe 6 Uhr abends; doch in einem Bierhaus gegenüber von der Stadthalle fand ich Auskunft. Der Mann fragte, ……


…… wo ich hin wollte, ich sagte, zu meinem Onkel Caspar Gick. Er sagte, es sei auf dem Lande, und ich könnte bei Nacht nicht dorthin gehen. Dann sagte ich ihm ich wollte ?Gerke? besuchen, worauf er mire einen jungen Mann gab, der mich dahin brachte und dieser Mann, der mir das erste Bier verkaufte war der Alte ?Stendel?

Der junge Mann der mich nach ?Gerkes? brachte war ein Freund von Maria Gick. Alle freuten sich, dass ich gut angekommen war. Ich blieb eine Nacht bei Ihnen. Cousine Katharine ?Gerke?. Den nächsten Tag bin ich mit Johannes in den Busch zum Onkel Gick. Es war gerade die Wahl für den Präsidenten; somit trafen wir Ihn unterwegs. Gewiss, ich kannte keinen von den Verwandten aber ich habe mich gleich bekannt gemacht.

Am 13. Oktober bin ich mit John auf die Jagd. Er hat gleich irgendwelche Eichhörnchen geschossen. Die machten einen guten Braten. Morgens und mittags Fleisch. Alles ging gut, aber es hieß, du musst noch Englisch lernen ehe ich sonst etwas werden kann. Dann bin ich bei Förster gewesen; er hatte drei Pferde viel Anbau; Onkel hatte zwei Pferde, zwei Kühe, und sechs Schweine, allen schön. Die Schweine sind immer im Wald, nur im Winter kommen sie nach Hause.


Somit habe ich den Anfang hier gemacht.

Nachdem ich zwei Wochen lang Besuche gemacht hatte, fing ich an in die Freischule zu gehen, und fing an zu lernen. Da ich ja kein Englisch verstand kam ich in die kleine Klasse. Die Lehrerin hieß Stewart. Professor Smart war der Superintendent. Am 23. Dezember war ich einen halben Tag abwesend, für welches ich noch die Anzeige habe: Aber schon am ersten Januar 1869 bekam ich schon eine Stelle und behielt dieselbe, bis ich selbst mit Jarn Schlatter ein Geschäft anfing. Dies war im April 1880. Meinen Lohn den ich für die ersten 6 Monate von ?Magens? Lütsch bekam war $15,00. Gewiss ein kleiner Lohn. Die nächsten 6 Monate bekam ich $20,00.

Da ich keine Heimat hatte, so schlief ich im Geschäft, wo ich ein kleines Bett hatte, welches ich hinter dem Geschäftstisch hinlegen konnte, und morgens wieder wegtrug. Die Geschäfts-Stunden waren von 6 bis 9, 10 Uhr Abends, und im Sommer, wenn die Kanal-Schiffe fuhren, musste ich oft schon um 4 Uhr aufstehen, um mitzuhelfen die Schiffe zu beladen. Sehr oft lagen bis 12 Schiffe zwischen Clinton und Calhoun Straße hinter den Geschäften. Am Ende von der Columbia Straße war ein Großer Platz, stlich von der Left Straße.

Das Haupt Geschäft war an der Columbia Straße. Fort Wayne hatte keine Polizisten bloß einen Marschall Namens Meier.


Sehr oft musste Meier nahe an der Stadthalle die Wagen hinweg treiben, so dass die Leute aus der Col Straße kommen konnten. Die Col Straße hatte Holzpflaster, aber sonst war alles noch Dreck. Die Stadt war sehr schlecht beleuchtet. Gas war sehr knapp. Wir hatten im Geschäft 4 Lichter brennen und das war schon viel. Die meisten hatten nur 1 bis 2. Die Straßen waren sehr schlecht beleuchtet, gewiss die Stadt war noch klein, es waren angenommen 12-13000 Menschen hier, ja auch Gottfried der Indianer mit seiner Familie. Sie wohnten auf dem Lande südwestlich von hier.

Eines wollte ich noch schreiben, denn nach dem Kreig war nur kleines Papiergeld von 5, 10, 15, 25, und 50$ im Umlauf, doch hatte es den vollen Wert. Ich hatte etwas Gold, und das war in 1868 bis 1869. 1.65 für einen Dollar Papier nachdem kam es bis 145 auf den Dollar.

Die Bauern kamen in die Stadt mit Ochsen ein paar oder zwei Paare, und die Bauern brachten Feuerholz in die Stadt und gingen auf den Marktplatz an Barr Straße, bei den ersten Häusern. Die Bauern bauten warme Blockhütten, ja manche waren sehr schlecht. Ich war einmal in Adams County, wo die Leute keine Stühle hatter nur Bl??? von Bauern die als Stühle dienten. Auf dem Lande waren noch viele Hirsche, Füchse, Hasen, Wölfe und Schlangen, …


… ja auch wilde Truthühner oder Türkis. Eichhörnchen gab es sehr viel und auf dem Lande gab es sehr viele Vögel aller Art. Leider haben die Leute jeden Vogel den sie sahen abgeschossen und manches Vögelchenwelches heute sehr viel wert wäre — wegen dem Ungeziefer — war jetzt dahin, aber hin ist hin.

Was die Eisenbahn Züge betrifft, so waren die Wagen noch sehr klein, mit kleinen Fenstern und mit einem Ofen an einem Ende, wo man Holz verbrannte. Auch die Lokomotiven verbrannten Holz und wenn der Zug Holz nötig hatte, so hielt er im Wald an und lug welches auf. Die Beleuchtung in den Wagen war eine Laterne mit drei Glasscheiben? und darinnen brannte eine Kerze. Somit war die Beleuchtung sehr schlecht, und wenn der Zug anhalten wollte, so mussten die Eisenbahn Leute mit einem hölzernen Stock die Bremsen drehen. Ja, manchmas mussten sie zurück fahren, denn sie waren am Bahnhof vorbei gefahren.

Gewiss, all dies war damals schon großartig, denn Indiana war noch sehr schlecht bewohnt. Wer es nicht gesehen hat und miterlebt hat, kann es kaum glauben!

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